Erste Baby-Tritte – ein Magic Moment

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Das erste Mal das eigene Baby im Bauch der Mutter zu spüren, emotionalisiert auch den härtesten Mann. Das kann mir mit Sicherheit jeder (werdende) Vater bestätigen. Plötzlich passiert der Übergang von der Theorie des Ultraschallbildes, auf dem zu Beginn nur Konturen zu erkennen sind, in die Praxis des Fühlens der ersten Tritte. Meine Recherchen im Vorfeld ergaben, dass es ab der 16. SSW möglich sei, erste Kindesbewegungen zu spüren.

Das ungleiche Duell

Es hatte etwas von Wettkampfstimmung, wer zuerst den ersten Tritt spüren durfte – meine liebe Ehefrau oder ich. Wohl vergleichbar mit der immer währenden und auf uns noch zukommenden Diskussion, ob das Baby zuerst Mama oder Papa sagen werde. Und genauso ungleich war auch hier das Duell, schließlich kreiste, streichelte und hielt meine liebe Ehefrau ihren Bauch seit Bekanntwerden der Schwangerschaft. Davon ließ ich mich nicht abhalten. Herausforderung angenommen.

Erste Bewegungen

Also legte ich mich wachsam auf die Lauer, lauschte am Bauch, machte mit leichten Bewegungen auf mich aufmerksam. Mein Kind ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Ganz der Papa eben. Mehrmals hörte ich meine liebe Ehefrau falschen Alarm schlagen. Bis sie auf einmal ganz ergriffen auf der Couch lag und flüsterte: „Jetzt habe ich unser Baby gespürt. Ganz sicher.“ Ich tastete den ganzen Bauch ab, wollte unbedingt dieses Erlebnis teilen. Ganze zwei Wochen dauerte es, bis auch ich die Bewegungen spüren konnte. Den ersten leichten Tritt als solchen wahrzunehmen, war keine leichte Aufgabe. Erst als sich dieser wiederholte, war ich mir sicher, dass diese kleine Bewegung an meiner Hand ein Bein, ein Arm oder gar der Kopf gewesen sein musste. Dieser Moment bleibt wohl für immer in einem werdenden Vater haften.

Kommunikation läuft

In den nächsten Wochen tobte sich unser Baby so richtig aus, verwendete den Bauch meiner lieben Ehefrau als Turnhalle. Als stolzer Vater interpretierte ich natürlich mehr in diese Bewegungen. Für mich war das der Beginn einer Vater-Kind-Kommunikation. Ich klopfte abends an, erzählte von meinem Tag und erhielt bei Zustimmung eine mausgroße Ghettofaust durch die Bauchdecke meiner lieben Ehefrau. An anderen Tagen hatte ich das Gefühl, mein Baby wanderte im Bauch meiner kreisenden Hand nach. Auf jeden Fall hatten wir seit der 19. SSW einen Draht zueinander gefunden

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