18 typische Aussagen von Mama und Papa

Ein Kind verändert auch die Kommunikation zwischen Eltern. Sämtliche Themen drehen sich um den neuen Mitbewohner, immer wieder wiederholen sich viele Sätze. Beim Sammeln dieser Aussagen fühlten sich sowohl meine liebe Ehefrau als auch ich uns mehrmals ertappt. Dabei wollten wir ja doch nicht diese Eltern-Klischees erfüllen.

1) „Da hat dir der Papa wieder die Haube aufgesetzt“

Ertappt! So viel Mühe ich mir auch gebe, die Haube sitzt auf dem Kopf meines Sohnes nie korrekt. Entweder hängt das Etikett heraus, ragt ein Ohr hervor, ist der Hinterkopf frei oder ein Auge bedeckt.

2) „Das hast du vom Papa“

Der Satz passt bei allen Tollpatschigkeiten und Sturheiten meines Sohnes. Leider. Diskussionen ausgeschlossen. Wie meine liebe Ehefrau bestätigt.

3) „Das hast du von der Mama“

Klar, auch ich kann das. Wenn auch nur als verzweifelte Retourkutsche.

4) „Sag Papa!“

Auf diese Aufforderung folgt ein langes „Mamamamama“ meines Sohnes. Zur Erheiterung meiner lieben Ehefrau.

5) „Das hast du jetzt davon“

Diese Aussage richtet sich eindeutig an mich. Tobe ich mit meinem Sohn herum und erwarte schließlich aufgrund meiner Müdigkeit auch seine Ruhephase, dreht er erst richtig auf. Meist auf dem Wickeltisch, während ich versuche, ihn an- oder auszuziehen.

6) „Das macht er nur bei dir“

Meistens ist das, was er nur bei mir macht, nichts Gutes.

7) „Wie viele Bäuerchen hat er gemacht“?

Es sind immer zu wenig. Selbst wenn ich den Rekord des Vortags pulverisiere, macht Samuel verlässlich noch ein Bäuerchen bei seiner Mama.

8) „Glaubst du, tut ihm was weh?“

Eine schwierige Frage einer besorgten Mutter. Und nein, ich bin kein Kinderarzt. Jetzt gilts für einen Vater schnell das Verhalten seines Kindes abzuchecken und gleichzeitig die Mutter zu beruhigen. Meist löst sich die Stimmungsschwankung auch rasch wieder auf. Bei beiden.

9) „Müssen wir zum Arzt“?

Echte Männer gehen nicht zum Arzt. Außer sie haben eine Männergrippe. Rasch lernte ich umzudenken, dass mein Sohn früher medizinische Unterstützung braucht, als ich selbst in Anspruch nehmen würde. Doch nicht immer muss die Lösung gleich ein Arztbesuch sein.

10) „Ist er warm genug angezogen?“

Meist höre ich die Frage, bevor wir die Wohnung verlassen. Und ich fertig angezogen, wartend und schwitzend im Vorzimmer stehe.

11) „Schwitzt er?“

Muss er wohl. Mache ich ja auch, weil ich noch immer fertig angezogen im Vorzimmer warte

12) „Wie hast du geschlafen?“

Vorsicht! Diese Frage kann ein Vater nur falsch beantworten. Nur die Mutter weiß am nächsten Morgen tatsächlich, wie ruhig oder eben unruhig die Nacht verlaufen ist.

13) „Sag doch auch was!“

Lacht Samuel seine Mutter schelmisch an und räumt weiter das Regal aus, nachdem sie fünfmal entschieden „Nein“ durch Zimmer rufen musste, erhalte ich nachhaltig den Erziehungsauftrag. Und scheitere kläglich, weil mich sein Lachen erweicht.

14) „In der Wohnung wird nicht Fußball gespielt“

Die kluge Frau baut scheinbar vor. Noch sind Papa und Sohn weit davon entfernt, dem runden Ding in den eigenen vier Wänden nachzujagen. Doch die mahnenden Worte übt meine liebe Ehefrau schon jetzt.

15) „Nicht so wild“

… denn Samuel hat ja gerade gegessen. Anscheinend isst er den ganzen Tag. Der Satz begleitet mich nämlich zu jeder Uhrzeit.

16) „Schläft er schon?“

Sehe ich meine liebe Ehefrau nach einer Stunde erschöpf aus dem Schlafzimmer kommen, wo sie versucht hatte, meinen Sohn in das Land der Träume zu befördern, erübrigt sich wohl diese Frage. Und trotzdem rutscht diese mir beinahe täglich heraus. Lümmelnd auf dem Sofa.

17) „Heute ist er aber gut drauf“

So lautet oftmals mein professionelles Urteil. Abends. Nach einem Arbeitstag und wenigen Minuten Anwesenheit. Davor liegt allerdings eine Melange von Stunden mit Unpässlichkeiten, Trotzigkeiten und Schlaflosigkeiten. Die allesamt meine liebe Ehefrau ausbaden musste.

18) „Pssschhhhtttt!“

Herrscht endlich einmal verdächtige Ruhe in der Wohnung, muss mein Sohn wohl schlafen. Bewege ich mich dennoch – offensichtlich nicht ganz so leichtfüßig und schleichend, wie ich denke –  oder nutze die Stille, um endlich zu Wort zu kommen, höre ich bereits diese liebliche Aufforderung meiner lieben Ehefrau.

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