Vater werden – Papa sein

Der Satz „Schatz, wir sind schwanger“ löst eine Lawine an Veränderungen im Leben eines Mannes aus.  In diesem Moment hat man noch überhaupt keine Ahnung, welche Herausforderungen und Geduld das Mysterium Schwangerschaft in diesen 40 Wochen verlangen wird und wie sich die werdende Mutter neben einem verändert. Die einzige Hilfestellung für werdende Väter, die in allen Ratgebern zu finden ist, lautet: „Unterstützen Sie Ihre Frau“. Jo, eh … wie man so schön in Wien sagt.

Der Papa-Blog

Diese Erkenntnis hat mich dazu geführt, diesen Blog – mein persönliches Logbuch – über die Schwangerschaft meiner lieben Ehefrau zu schreiben und jetzt über meine Papa-Rolle fortzusetzen: Für mich und vielleicht für viele andere Väter, die vor ähnlichen Herausforderungen, Themen und Entscheidungen stehen und einfach keinen Plan, keine Idee haben, was richtig oder falsch ist und dabei nicht ihren Humor verlieren. Auch ich habe keine Tipps und Tricks, bin weder ein renommierter Kinderarzt, diplomierter Psychotherapeut, anerkannter Frauenversteher oder angehender Babyflüsterer. Ich war 40 Wochen einfach ein stolzer, werdender Vater, der jetzt nur der coolste Papa auf der Welt sein will – so wie wohl alle Väter.

Inzwischen sind einige Jahre vergangen. Aus dem werdenden Vater wurde ein Papa mit einem Schulkind. Die Herausforderungen haben sich verändert, die Fragen sind andere geworden. Ob ich inzwischen mehr Ahnung habe? Vermutlich nicht.

Im Jänner 2022 ereilte uns ein Schicksalsschlag. Meine liebe Ehefrau erhielt die Diagnose Brustkrebs. Damals überlegte ich, den Blog ruhen zu lassen oder hier offen über die Erkrankung zu erzählen. Ich entschied mich für Offenheit und legte dafür eine eigene Kategorie an:Diagnose Brustkrebs.

Und so ist dieser Blog über die Jahre zu einer Sammlung von Geschichten geworden. Über das Vatersein, unseren Familienalltag, die schönen und manchmal schwierigen Momente.

Der erste Ballkontakt

Und weil Papa sein offenbar nicht reicht, bin ich inzwischen auch noch unter die Buchautoren gegangen. Schuld daran ist – wie so oft – mein Sohn. Der hat mich nämlich nicht nur zum Papa gemacht, sondern irgendwann auch wieder zurück auf den Fußballplatz gebracht. Aus Trainings, Spielen und Diskussionen über Sieg und Niederlage wurden Erlebnisse. Und aus diesen Erlebnissen wurden Geschichten. Irgendwann waren es so viele, dass daraus tatsächlich ein Buch geworden ist: „Der erste Ballkontakt – Die Geschichte(n) eines Kindertrainers“. Ein Buch über Kinderfußball, Trainer, Eltern und die ziemlich einfache Erkenntnis, dass es am Ende eigentlich immer um die Kinder gehen sollte.

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