Na bumm, zwei Jahre! Tatsächlich sind seit meinem letzten Blogartikel schon mehr als zwei Jahre vergangen. Zwei Jahre, in denen hier absolute Funkstille herrschte. Dabei ist in dieser Zeit so einiges passiert. Aber der Reihe nach.
Nur nicht peinlich werden
Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, nur bis zu Samuels Schulbeginn über unser gemeinsames Leben zu schreiben. Das war für mich immer so eine Grenze. Schließlich wollte ich auf keinen Fall meinem Sohn irgendwann peinlich werden. Zumindest nicht mit meinem Blog. In anderen Bereichen gelingt mir das schon, ohne viel dafür zu tun. Das ist wohl so eine Erwachsenen-Krankheit.
Und so wurde es hier ruhig. Das sollte ich zwar nicht zugeben, aber anfangs war das sogar ein bisserl befreiend. Nicht mehr ständig überlegen zu müssen, ob sich aus einer kleinen Familienepisode gleich ein Blogartikel machen ließe.
Geschichten gibt es genug
Aber die Geschichten wurden ja nicht weniger. Irgendwann hat es mir dann doch gefehlt. Das Erzählen und das Festhalten dieser vielen kleinen Geschichten, die das Leben als Papa so besonders machen. Denn das war ja schließlich immer das Ziel meines Blogs.
Aber wenn ich schon zwei Jahre nichts geschrieben habe, kann ich zumindest versuchen, das Versäumte nachzuholen. Natürlich nicht alles. Aber ein paar Geschichten haben es verdient, doch noch erzählt zu werden.
Zwei Jahre Papa-Leben im Schnelldurchlauf
Wo fange ich an? Am besten bei meinem Hauptdarsteller. Gerade war Samuel noch mein kleiner Bub, steht mittlerweile ein junger Mensch vor mir, der ganz genau weiß, was er will. Der für seine Überzeugungen einsteht und nicht davor zurückschreckt, wirklich alles bis ins kleinste Detail auszudiskutieren. Und mit alles meine ich wirklich ALLES.
War ich früher noch der Papa, der alles wusste und alles konnte, habe ich heute meinen größten Kritiker direkt neben mir stehen. Und er nimmt seinen Job verdammt ernst. Natürlich ist Samuel auch viel selbstständiger geworden. Den Schulweg mit dem Bus legt er ohne Eltern zurück, zum Treffen mit Freunden am Fußballplatz spaziert er alleine los und braucht uns nicht mehr bei jeder Kleinigkeit. Außer das Full-Service von Mama und Papa ist doch zu verlockend.
Das alles ist schön zu sehen. Auch wenn ich manchmal ein bisserl wehmütig daran denke, wie schnell aus meinem kleinen Buben ein großer geworden ist.
Von der Schultüte zur vierten Klasse
Ein großer Meilenstein war natürlich die Schule. Gefühlt haben wir Samuel gerade erst mit seiner Schultüte zum ersten Schultag begleitet. Und heute? Heute ist er bereits in der vierten Klasse und die nächste große Entscheidung steht bevor: Welche Schule soll es danach werden?
Plötzlich beschäftigen uns Themen, die vor ein paar Jahren noch unendlich weit weg waren. Und während Samuel diesen nächsten Schritt ganz locker und selbstverständlich nimmt, fragen wir Eltern uns, wo bitte die Zeit geblieben ist.
Fußball, Fußball und noch mehr Fußball
Was unser Familienleben in den vergangenen zwei Jahren besonders geprägt hat, ist der Fußball. Viermal pro Woche stehen wir mittlerweile am Fußballplatz. Dazu kommen noch ein, zwei Einheiten pro Woche, bei denen wir uns gegenseitig die Bälle um die Ohren schießen. Wobei ich mittlerweile nicht mehr freiwillig ins Tor gehe …
Unser Wochenplan richtet sich nach Trainingszeiten und Spielen. Die Flexibilität bleibt dabei manchmal auf der Strecke. Darunter leidet hin und wieder meine liebe Ehefrau. Dafür hat sie eine ganz neue Leidenschaft entdeckt: das Dasein als Fußballmama. Mittlerweile fiebert sie am Spielfeldrand mindestens genauso mit wie wir und gibt mir sogar taktische Anweisungen. Als Trainer hat man’s eben nicht leicht …
Damit wären wir auch schon am Ende unseres kleinen Schnelldurchlaufs. Zwei Jahre, in denen sich unglaublich viel verändert hat. Samuel ist größer und selbstständiger geworden und ich habe festgestellt, dass mir das Erzählen von Geschichten doch etwas abgeht.
Obwohl: Ganz untätig war ich in dieser Zeit ja auch nicht. Ich habe an anderer Stelle fleißig weitergeschrieben. So fleißig sogar, dass daraus etwas entstanden ist, womit ich selbst vor ein paar Jahren nicht gerechnet hätte. Und womit gleichzeitig ein lang gehegter Lebenstraum in Erfüllung gegangen ist.
Aber dazu mehr im nächsten Blogartikel.
Nur so viel sei verraten: Es hat natürlich mit Fußball zu tun.

