Anja vs Krebs 1:0 – jetzt geht’s zurück ins Leben!

Das große Durchatmen! Der abschließende Befund nach der Operation sagte uns endlich das, was wir so erhofften: Der Krebs ist weg!

„Sie haben den Jackpot geknackt, die Tumorzellen sind beseitigt!“ Nach einer Zeit, in der wir die schlechten Nachrichten nur so gepachtet hatten, hätten wir diesen Satz der Ärztin gar nicht oft genug hören können. Und nein, so schön kann sich nicht einmal – ohne es jemals erlebt zu haben – der Gewinn eines Jackpots anfühlen. Auf dieses Ergebnis mussten wir auch einige Wochen nach der Operation warten. Und je mehr Zeit verging, desto unsicherer wurden wir wieder. Aber nun stand es fest: Anja vs Krebs 1:0!

Hart erkämpft

Dieses Ergebnis hat sich Anja so unglaublich hart erarbeitet. Und so sehr verdient! Pedantisch hat sie jeden Rat der Ärzte befolgt, die Chemos trotz unschöner Nebenwirkungen weggesteckt und dem Teufel „Krebs“ immer wieder gezeigt, dass er hier falsch ist und sich nicht ausbreiten kann. Nicht eine Sekunde ließ sie Zweifel aufkommen, dass sie wieder gesund werden wird. Obwohl dieser Teufel nichts unversucht ließ. Es gab Tage, da hatte er nicht nur Anja, sondern auch uns als Familie fest im Griff.

Eine gefühlte Ewigkeit

Auch wenn zwischen der Diagnose und dem heutigen Tag „nur“ einige Monate liegen – diese Zeit fühlt sich wie eine Ewigkeit an, sie war extrem intensiv und herausfordernd. Vor allem, als unser „Wir schaffen das“-Anfangsoptimismus erste Kratzer erhielt und wir für längere Zeit im Tal der Tränen festsaßen. Der Krebs überlagerte alles. Aber die Alltagsprobleme machte er auch nicht unbedeutender. Irgendwann zeigte jeder von uns drei auf unterschiedliche Art, dass diese Zeit Spuren hinterlassen hatte.

Zurück ins Leben

Umso mehr hieß es nun für uns, wieder zurück ins Leben zu finden. Es gibt einfach viele, einzelne Puzzle-Teile, die wir wieder zu einem schönen Gesamtbild zusammenfügen müssen. Das Erste, was wir nach dieser herausfordernden Zeit unbedingt brauchten, war unbeschwerte Zeit für uns als Familie. Also ging es für uns einmal zehn Tage auf Urlaub. Und das Schöne war, dass Anja langsam wieder die Alte wurde. Immer öfters huschte ihr wieder ein Lächeln über die Lippen. Genauso konnten Kleinigkeiten sie wieder aufregen und mich dabei als Schuldigen entlarven. Die gemeinsame Zeit tat uns tatsächlich gut. Auch unser Sohn merkte die Veränderung. Er wirkte zunehmend befreiter und entspannter.

Der Weg ist noch lange nicht zu Ende

Allzu viel unbeschwerte Zeit blieb uns allerdings nicht. Gleich nach dem Urlaub standen für Anja Untersuchungen als Vorbereitungen für die nächsten Therapien an. Der August wurde mit der Strahlentherapie wieder zu einem intensiven und herausfordernden Monat, im September stehen weitere Therapien am Programm. Die Nebenwirkungen der Chemotherapien sind auch nicht ausgestanden. Dennoch: Es gilt einfach weiterhin, alles dafür zu tun, um dem Krebs keine Chance zu geben.

Dankeschön!!

Die Unterstützung in dieser Zeit war einfach der Hammer! So viele Freunde sprachen uns Mut und Zuversicht zu, sorgten für Ablenkung und waren einfach stets da für uns. Obwohl wir nicht immer ganz einfach drauf waren. Vor allem, als wir im „Tal der Tränen“ festsaßen, brauchte es schon viel Geduld mit uns. DANKE!!!

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