Ab in den Süden – der erste Urlaub

So gehts nach Kärnten

Als weltoffener Vater durfte ich meinem Sohn das Land seiner Vorfahren nicht verwehren. Was bot sich daher besser an, als über die Weihnachtsfeiertage seine erste Reise nach Kärnten zu wagen. Dass es tatsächlich ein Wagnis wäre, für rund 10 Tage zu verreisen, wusste ich bei meiner Ideenfindung noch nicht. Ich sah mich als top vorbereitet für diesen Trip in den Süden Österreichs an. Schließlich hatte ich mich doch extra für Fahrten ins Herkunftsland meiner lieben Ehefrau von meiner treuen Giulietta getrennt und durch ein geräumiges, familiengerechtes Auto ersetzt. (Familienauto – der Vater baut das Nest)

Erste Bewährungsprobe für den Kombi

Kinderwagengestell und Babywanne verstaute ich rasch und einfach im Kofferraum. Allerdings war dieser damit auch voll! Und ein bisserl mehr Gepäck sollte es für rund 10 Tage Urlaub schon sein, wie beispielsweise ein Koffer, eine Tasche, ein Rucksack, eine Wickeltasche und unzählige Sackerln mit „ur“-wichtigen Sachen. All das wartete noch auf mich im Vorzimmer unserer Wohnung. Nicht zu vergessen, ein Baby im Maxi-Cosi und meine liebe Ehefrau – beide mit Sitzplatzgarantie. In solchen Situationen muss ein Mann Ruhe bewahren und in Lösungen (= Hinterfragen der Sackerl-Anzahl) anstatt in Problemen (= zu kleines Auto) denken. Nicht immer findet mein pragmatischer Lösungsansatz eine Unterstützerin. So wie auch in diesem Fall: Dann hilft nur noch stapeln und schlichten. Und eine Panoramasicht aus dem Heckfenster des Autos wird sowieso überbewertet …

Die Fahrt

Die eigentliche Herausforderung war allerdings die rund drei Stunden lange Autofahrt mit unserem Baby gut zu überstehen. Wickeln und Stillen hießen die Variablen, die nur bedingt vorhersehbar waren. Unsere Abfahrt planten wir jedoch dementsprechend. Mit vollen Bauch und leerer Windel schlief Samuel zuverlässig bei der ersten Tempoverschärfung auf der Tangente ein. Beim einzigen Boxenstopp protestierte er vehement, trieb seine Eltern zu Rekordverweilzeiten in den Sanitäranlagen, um seinen Schlaf beim Verlassen der Raststation fortzusetzen. Seine Ruhe hielt bis zum Zieleinlauf in Klagenfurt an. Kaum verstummte der Motor, sorgte mein Sohn für die Geräuschkulisse. Aber dafür hatte er sich nach drei Stunden Fahrt auch das Freizeichen verdient.

Fazit

Unglaublich wie viele Dinge so kleiner Mensch mitbraucht, wenn er erstmals auf Reisen geht. Und noch erstaunlicher ist es, wie schnell ein großes Auto voll ist. Noch weigere ich mich entschieden, eine Dachbox oder gar ein größeres Auto anzuschaffen. Da staple und schlichte ich das Gepäck lieber mehrmals, bis ich alles verstaut habe oder lasse ein „ur“-wichtiges Sackerl „verschwinden“. Die Fahrt selbst war überraschend unkompliziert. Diesen Eindruck bestätigte auch die Rückfahrt nach Wien. Auto fahren hat zum Glück etwas Beruhigendes für unseren Sohn und ist ab sofort unser Joker in schwierigen, geräuschvollen Nächten.

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