11 Dinge, die ich als Papa anders mache

Väter ticken einfach anders. Und machen daher auch Dinge anders, als es sich Mütter vorstellen. Oder wünschen. Das merke ich selbst im täglichen Familienalltag und bestätigten mir viele Bekannte und Freunde in meinen Papa-Selbsthilfegruppen (im Mütterjargon auch Fußballabende genannt). Dabei geht es nicht um richtig oder falsch, einfach nur um das „Anders“. Ich habe elf Beispiele aus meinem Alltag gesammelt:

1. Väter gehen einfach zum Spielplatz

Gehe ich mit meinem Sohn zum Spielplatz, dann ziehen wir einfach los. Zwischen Entscheidung und Aktion liegen nur ein paar Momente. Bei meiner lieben Ehefrau gibt’s hingegen eine Abfolge an vorher zu erledigenden Tätigkeiten. Und unzählige wichtige Dinge, die eingepackt werden müssen. Die ich stets verlässlich vergesse. Wie das Sandspielzeug. Was mich gleich zu Punkt 2 bringt.

2. Väter improvisieren

Alles was ich auf meinen Touren mit meinem Sohn nicht mithabe, weiß ich zu besorgen. Am Spielplatz liegt stets genug herrenloses Sandspielzeug herum. Falls Durst ausbricht, finde ich einen Brunnen. Bei Hunger kenne ich die nächstgelegene Labestation. Auch einen Wetterumschwung erkenne ich frühzeitig an der Zirkulation der Luft. Doch im Fall des Falles greife ich dann dankbar auf die übergroße Tasche meiner lieben Ehefrau mit allen lebensnotwendigen Sachen zurück.

3. Väter können alles

Zumindest glauben sie das (siehe Punkt 2) und wollen ihre Kinder das auch solange, wie möglich, glauben lassen. So bin ich um keine Erklärung verlegen. Oder ich singe, obwohl es gesünder wäre, ich tu es nicht. Und auch keine beruhigende Wirkung für alle Zuhörenden hat.

4. Väter schließen die Knöpfe am Body anders zu

Wer auch immer diese Knöpfe an den Bodys erfunden hat, sollte auch einmal über einen Klettverschluss nachdenken. Egal in welcher Reihenfolge ich auch starte, ein Knopf bliebt immer offen. Oder ich ziehe das Kleidungsstück bereits über den Kopf meines Sohnes und merke erst dann, dass noch nicht alles „entknopft“ ist.

5. Väter zeigen vollen Körpereinsatz

Am Spielplatz, im Garten oder in der Wohnung – kaum ist Bewegung im Spiel, hält mich auch nichts mehr zurück. Mit meinem Sohn rutsche ich am Boden herum, krieche unter Tische, verstecke mich in der Badewanne oder klettere ihm die Route am Klettergerüst vor.

6. Väter erleben mit ihren Kindern Abenteuer

Bevor mein Sohn und ich das Haus verlassen, stecken wir noch die Köpfe zusammen. Einem kurzen „Samuel, vielleicht erleben wir ja jetzt ein Abenteuer“, folgt stets sein breites Grinsen und ein lautes „Ja“. Dabei gehen wir nur zum Supermarkt ums Eck oder eben zum Spielplatz. Doch falls uns ein Abenteuer begegnet, sind wir vorbereitet.

7. Väter können keine Haube aufsetzen

Wie sehr ich mich auch bemühe, die Haube sitzt einfach nie richtig. Einmal sieht ein Etikett raus, ein anderes Mal ist nur eine Hälfte des Kopfes bedeckt. Erleichterung brachte die warme Jahreszeit. Selbst eine schief aufgesetzte Kappe ist ja cool.

8. Väter stellen blöde Fragen

Nicht nur einmal rutscht mir eine vermeidbare Frage aus. „Was hat er denn?“, zeigt sich mein Sohn gerade nicht von seiner Schokoladenseite oder „Schläft er schon?“, kommt meine liebe Ehefrau nach einer Stunde alleine aus dem Schlafzimmer wieder, zählen zu den Favoriten.

9. Väter machen sich nicht so schnell Sorgen

Stolpert mein Sohn bei seinen Laufversuchen, entkommt mir ein kurzes „Hoppla“ und wir ziehen weiter. Ist seine Mama in der Nähe, stockt ihr Atem und es folgen zwei, drei Szenarien, was nicht alles hätte passieren können.

10. Väter denken in Projekten

Diese eine Stufe in diesem Restaurant. Mein Sohn versuchte unermüdlich diese Erhebung zu meistern. Ich unterstützte ihn, erklärte ihm Schritt für Schritt. Abends analysierte ich mit seiner Mama seine Versuche. Ich ging in Gedanken seine Schrittfolge durch, ortete Koordinationsprobleme, suchte neue Stufen in der Nähe zu Trainingszwecken. Während mein Sohn neben uns die Couch hochkletterte. „Das habe ihm in der Früh gezeigt und jetzt macht er es“, unterbrach meine liebe Ehefrau mein Staunen. Manchmal ist es besser, zu handeln, als zu planen.

11. Väter machen sich zum Affen

Für ein herzhaftes Lachen meines Sohnes krame ich gerne tief in meiner Witzkiste. Dabei kommt auch mein Kind im Manne zum Vorschein. Und ich mache mich eben zum Affen – schneide Grimassen, strecke die Zunge heraus und schrecke für ein bisschen Beifall meines Sohnes nicht vor Peinlichkeiten zurück.

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