10 Gründe, warum das Papa-Leben cool ist

Ich habe mich selbst erwischt. Bei einem langen Männergespräch zwischen Playstation-Wettkämpfen und einigen Getränken driftete ich ab. Ich sinnierte völlig frei über den Sinn des Lebens. Und dieser hatte bei mir – überraschenderweise – einen starken Bezug zu meiner Rolle als Papa. Begründet habe ich das mit einer Auflistung von 10 Gründen, warum das Papa-Leben cool ist. Nur zur Information: Mein kinderloser Gesprächspartner ist auch weiterhin mit mir befreundet

1) “Papa”

Das erste Mal das Wort „Papa“ aus dem Mund meines Sohnes zu hören, war ein Magic Moment, den kein Vater jemals vergisst. Dieser Stolz erreicht eine neue Dimension und lässt sich nicht einmal dadurch stören, dass diese kleinen Rabauken das Wort auch inflationär verwenden können.

2) Schlaf

Scheinbar verloren gegangene Talente kehren wieder zurück. Plötzlich konnte ich mehrere Nächte wieder durchmachen und dazwischen zur Arbeit gehen. Und eine gewisse Verhaltensauffälligkeit erreichte ich auch ganz ohne Alkohol. De Schlafrhythmus meines Sohnes sei Dank.

3) Begeisterung

Keine Freude über ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt, kein Torjubel, kein Rapid Wien-Meistertitel (nicht, dass ich mich noch daran erinnern kann) und kein Lotto-Jackpot (nicht, dass ich das schon erlebt habe) lassen sich mit der Begeisterung vergleichen, die dein eigenes Kind zeigt, wenn es dich nach einer nur kurzen Trennung wiedersieht. Oder wie groß die Freude für ein neues Geschenk sein kann. Diese Begeisterung ist einfach ehrlich und schön.

4) Morgenmuffel a.D.

Jahrelang konnte ich mich morgens selbst nicht ausstehen. Es dauerte mindestens zwei Kaffeetassen lang, bis ich auch für andere ansprechbar war. Ich zelebrierte meine morgendliche Unausstehlichkeit wahrlich. Wecken mich heute zwei große Augen – lange bevor ich eigentlich aufstehen müsste – kann ich gar nicht anders, als das Strahlen meines Sohnes mit einem Lächeln zu erwidern. Das schafft aber nur er.

5) Emotionalität

Hält man Minuten nach der Geburt, sein eigenes Kind das erste Mal in Händen, verändert das jeden Mann umgehend. Von diesem Moment an ist selbst der härteste Mann näher am Wasser gebaut als je zuvor. Und die Kinder lassen nicht locker. Mit den für Außenstehende scheinbar unspektakulärsten Dingen fordern sie permanent deine Emotionen heraus.

6) Entschleunigung

Es gibt die Momente, da fragt sich jeder Vater, ob er das jetzt wirklich machen muss. Ob eine andere Beschäftigung für Vater & Kind nicht viel spannender wäre, als beispielsweise das bereits hier viel zitierte Steine-Such-Spiel, wenn akribisch jeder Stein ein neues Zuhause bekommen soll. Oder gefühlte Stunden eine neue Zugstrecke oder ein Lego-Haus zu bauen. Aber lässt man sich darauf ein, entschleunigt das Spielen mit einem Kind ungemein. 

7) Verantwortung

Plötzlich nicht mehr nur an sich zu denken, sondern bei jeder weitreichenden Entscheidung, die Zukunft seines Kindes bzw. seiner kleinen Familie zu beachten, stresst anfangs ungemein. Doch mit der Zeit verschieben sich auch dadurch die Prioritäten im Leben auf das Wesentliche. Das habe zumindest ich gelernt. Und es hat mir gut getan.

8) Lachanfälle

Lachen ist gesund. Und das Wegkeksen eines Kindes übertrifft noch einmal alles. Vor allem, wenn man selbst der Auslöser dafür ist. Denn diese ehrliche Freude weckt wieder mein Kind im Manne. Es fühlt sich einfach herrlich an, wieder kindischen Unsinn machen zu können und dafür einen guten Grund zu haben.

9) Papa-Sachen

In unserer Familie gibt es u.a. ein Papa-Auto, ein Papa-T-Shirt, einen Papa-Ball, eine Papa-Butter und einen Papa-Käse – alles, was ich jemals verwendet oder gegessen habe, verwendet mein Sohn mit dem Papa-Zusatz. Oder er will überhaupt etwas „wie Papa“ machen. Welches Männerherz schlägt da nicht schneller?

10) Flexibilität

Jahrzehntelang sucht ein Mann nach Beständigkeit, schmiedet gut durchdachte Pläne. Plötzlich löst ein kleiner Mensch eine Welle an Veränderungen aus, durchkreuzt konsequent jeden Plan. Ich habe mich dieser Situation mittlerweile gefügt und bin überraschend flexibel geworden. Könnte ich diese Flexibilität auch noch im kinderfreien Alltag so umsetzen, stünde mir die Welt offen … 😉

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